DIAMANT
[griechisch adamas, ''unbezwingbar'']
Härte: 10
Dichte: 3,52
Eigenschaften: das härteste Mineral, reiner Kohlenstoff mit besonders dichter Atompackung; natürliches Vorkommen in Oktaedern, Rhombendodekaedern, Würfeln; Hohe Lichtbrechung.
Funde in der Südafrika (Kimberley), Namibia, Russland (Sibirien), Republik Kongo, Ghana, Angola, Tansania u. a. In der Diamantenschleiferei steht Israel an erster Stelle. Seit 1955 können Diamanten auch synthetisch hergestellt werden. Entstanden ist der Diamant in großer Tiefe (ca. 80km), wo sich Kohlenstoff unter Einwirkung von großer Hitze (1100 - 1300 °C) und unter sehr hohem Druck kristallisiert hat. Historisch wurden die ersten Diamantvorkommen in Indien belegt. Als die Produktion in Indien zurück ging, fand man 1728 die ersten brasilianischen Diamanten. Brasilien übernahm vorübergehend die Führung in der Diamantversorgung, wurde dann von Südafrika 1866 abgelöst. Aus Südafrika stammt auch der CULLINAN, der Größte je gefundene Diamant mit 3106 Carat. Dieser Stein hatte nur einen Einschluss und wurde später in 105 Steine zerlegt. Der Größte davon wiegt 530,2 Carat. Der Stein war ursprünglich noch größer, worauf eine Spaltfläche hindeutet.

Im Durchschnitt wird pro Tonne Gestein ½ Carat gewonnen. Nur etwa 20 % sind für Schmuckzwecke geeignet, der Haupteil dient industriellen Zwecken (Bohrkronen, Fräsgeräte, usw.). Der Diamant besitzt die Härte 10 auf der Härteskala von Mohs und ist bis heute das härteste Mineral der Welt und kann daher auch nur mit Diamanten geschliffen werden. Erst das Schleifen bringt die Schönheit des Diamanten voll zur Geltung. Der Diamantschleifer legt nach einer sorgfältigen Untersuchung des Rohdiamanten fest, welchen Schliff der Stein erhalten soll. Seine Entscheidung ist abhängig von der ursprünglichen Form des Steins, seinen Dimensionen, seinen Einschlüssen und dem Gewichtsverlust, der durch die Bearbeitung unvermeidlich ist.